Nicole Stranzl - Distraction


Hallo Nicole, danke dass du dir die Zeit für das Interview mit BrainyClothes genommen hast. Bitte stell dich kurz vor.

Hallo, vielen Dank für die Einladung zum Interview. 

Ich heiße Nicole, bin 23 Jahre alt, komme aus Gössendorf und arbeite seit Kurzem bei „Pflege Aktiv“ als Büroangestellte. Nebenbei bin ich ab und an freiberuflich als Redakteurin für den Radionsender „Rock FM“ tätig – und natürlich bin ich auch Autorin. In meiner Freizeit gehe ich ca. zwei Mal pro Woche laufen, einmal pro Woche powere ich mich beim Zumba aus und ich tanze Salsa, Bachata, Ballroom und Zumba – allerdings nur Hobbymäßig. Das wären die Hard-Facts über mich. ;-) 

 

Was hat dich zum Schreiben angeregt? Gibt es Personen die dich inspiriert haben?

Ich kann nicht sagen, dass mich irgendwas oder irgendwer angeregt hat, denn ich habe immer schon geschrieben, seit ich schreiben kann. Bereits in der Volksschule – damals allerdings noch Kurzgeschichten.

Es läuft eher so ab, dass sich eine Idee in meinem Kopf zusammenbraut, welche ich dann zu Papier bringen muss. Wenn ich zu viele Gedanken in meinem Kopf habe, werde ich ganz unrund  und muss zusehen, dass ich sie rausschreibe. Es gibt Phasen, da bin ich wahnsinnig kreativ und sprühe über vor Ideen, dann gibt es wieder Zeiten, in denen ich wenig schreibe. Natürlich inspiriert mich immer mal wieder ein gutes Buch oder ein Film, aber ich kann jetzt keinen speziellen Autor nennen, der mich wahnsinnig geprägt hat. Es ist eher so, dass sich eine neue Idee entwickelt, nachdem ich zum Beispiel auf einem Städtetrip war oder nachdem ich etwas gelesen oder im Fernsehen gesehen habe, das mir gefallen hat. 

Worüber schreibst du? Warum genau darüber?

Ich schreibe am liebsten Thriller bzw. Dramen. Vor allem schreibe ich gern über schwierige Themen, die oftmals als Tabu angesehen werden, beispielsweise Suizid oder Kindesmissbrauch.

 

Ich habe mich immer schon für Psychologie interessiert und finde es faszinierend, wie verschiedenen Personen bzw. Charaktere auf schwierige Lebenssituationen reagieren, die vielleicht nicht ganz so alltäglich sind. Meine Figuren handeln nicht immer „richtig“. Sie sind nicht nur gut oder böse.

Was ich auch sehr gern schreibe, sind emotionale Szenen und Momente. Einfach, weil es vor allem diese sind, die die Leser berühren – hoffe ich zumindest. ;-)



Du hast bereits zwei Bücher geschrieben, kannst du sie uns kurz vorstellen?

„Memorex“ ist am 02.12.2013 unter dem Verlag „Knaur eBooks“ als EBook erschienen. Der Psychothriller handelt vereinfacht gesagt von illegaler Medikamentenforschung und Kindesmissbrauch. Der Titel „Memorex“ kommt von einem Medikament aus dem Buch, das Erinnerungen löschen soll.

 

„Distraction“ ist am 28.02.2018 als EBook und am 15.03.2018 als Taschenbuch unter dem „Dead Soft Verlag“ erschienen. Hierbei handelt es sich um eine Agentengeschichte, verflochten mit Familiendrama. Das Besondere an „Distraction“ ist, dass die Protagonisten homosexuell sind – sozusagen schwule Geheimagenten. Wie gesagt – ich mag außergewöhnliche Thematiken.

 

Das Buch wurde nach der Verbrecherorganisation „Distraction“ benannt, um die sich der Plot dreht. Der Protagonist Clay arbeitet gezwungener Maßen für die Kriminellen und trifft bei einem Einsatz auf einen Agenten des österreichischen Geheimdienstes. Trotz der gegenseitigen Anziehung – oder gerade deswegen – sind Probleme vorprogrammiert.


Wie viele Seiten haben deine Bücher?

Beide Bücher haben ca. 300 Seiten. 

Wie lange braucht man bis ein Werk vollendet ist?

Das werde ich ständig gefragt, allerdings kann ich leider nie wirklich eine Antwort geben. Ein Buch ist ein Projekt, an dem man lange, lange Zeit arbeitet. Man setzt sich hin, schreibt, löscht wieder, verändert Passagen, Szenen…

„Memorex“ war in seiner Erstfassung völlig anders als das Endresultat. Selbst wenn der Plot dann mal fertig ist, überarbeitet man ihn immer wieder. „Memorex“ hab ich zwischenzeitig sogar ein Jahr lang „ruhen“ lassen. In diesem Jahr habe ich das Manuskript nicht angesehen. Dann setzt man sich wieder hin und schreibt weiter.

Ich schreibe auch immer wieder „Szenen“. Aus solchen ist beispielsweise „Distraction“ entstanden. Die Geschichte von Clay und Mario hat sich also quasi daraus entwickelt. Und wenn eine Geschichte dann mal so weit ist, dass sie herzeigefähig ist, müssen meist noch immer gewisse Dinge umgeschrieben, hinzugefügt oder gelöscht werden. Hierbei ist ein gutes Lektorat sehr hilfreich. 

Was passiert danach? Liest es noch jemand Korrektur? Wie wird es weiter verarbeitet?

Prinzipiell schickt man als Autor nie ein vollständiges Manuskript an einen Verlag, sondern ein Exposé. Das ist eine kurze Zusammenfassung über das Buch – mit vollständigem Inhalt inkl. Ende, sowie eine Beschreibung der Figuren.

Der Verlag teilt dem Autor nach der Sichtung mit, ob dieser das vollständige Manuskript schicken soll. Wenn ja, heißt es mal eine Weile warten, bis das Manuskript geprüft ist und die Antwort eintrudelt ob es angenommen oder abgelehnt wird.

Wird es angenommen, bekommt man einen Verlagsvertrag und nach Unterfertigung geht ein Lektor das Manuskript zuerst mal dem Inhalt nach durch.  Hat er seine Arbeit beendet, schickt er dem Autor seine Änderungsvorschläge bzw. Anmerkungen, die der Autor dann annehmen bzw. bei Fragen mit dem Lektor besprechen kann.

Danach gibt es noch ein Rechtschreib-Lektorat, bei welchem speziell auf Tipp-, Rechtschreib- oder Grammatikfehler geachtet wird.

 

Das Cover ist der letzte Schritt vor der Veröffentlichung und wird prinzipiell vom Verlag gestaltet – man hat als Autor aber schon Mitspracherecht. Bei Distraction habe ich beispielsweise das Foto ausgewählt und dem Verlag geschickt, welcher es dann grafisch weiterverarbeitet und angepasst hat.

 

Der Preis des Buches, sowie den Anteil, den der Autor erhält, sowie die Auflagezahl werden vom Verlag vorgegeben. Der Verlag übernimmt sämtliche Druckkosten, sowie den Vertrieb über den Buchhandel bzw. Online-Plattformen wie Amazon, Bücher.de usw. Vom Druck bzw. der Produktion des Ebooks bekommt man als Autor also nicht wirklich viel mit. 

Arbeitest du schon an einem neuen Buch?

Ich schreibe mittlerweile tatsächlich schon an Teil 3 von „Distraction“. Das Manuskript zum 2. Teil liegt dem Verlag bereits vor. Ob es zu einer Veröffentlichung kommt, hängt allerdings vom Erfolg des 1. Teils und vom Verlag ab. 

Wo bekommt man deine Bücher zu kaufen? Was kosten sie?



Danke für das nette Interview Nicole, wir sind wirklich sehr stolz auf dich und wünschen dir für deinen weiteren Werdegang gutes Gelingen, viel Erfolg und dass es eines deiner Bücher in die Bestsellerliste schafft!

 

 

#staybrainy

#besmart

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