Nachhaltigkeit in der Modebranche


FAST-FASHION

Darunter versteht man Mode, die kurz nach den Modeschauen in Paris, New York, etc. in den Geschäften erscheint und nur für kurze Zeit im Trend ist. Jedes Jahr werden ca. 12 Kollektionen von einigen Massenbekleidungsketten herausgebracht, um die Nachfrage anzukurbeln. Wenn man nicht schnell genug ist, bekommt man die angesagte Ware nicht mehr in den Läden. Mittlerweile findet man in den Geschäften nicht zwei Kollektionen pro Jahr, sondern auch Zwischensaison-Kollektionen. Auf diese Weise wird den Kunden signalisiert, dass es sich lohnt ständig die Garderobe zu erneuern, natürlich auch weil ein T-Shirt nicht mehr viel mehr kostet als ein Kaffee. Die Modeindustrie verfolgt das Prinzip des Wegwerfens und Neukaufens. Diese Fashionart wird auch noch McFashion genannt. Die Billigproduktion und der schnelle Modezyklus gehen zulasten von Arbeitern, Umwelt, Klima und der Gesundheit derjenigen, die die Kleider am Ende tragen.

Baumwolle ist ein Rohstoff dessen Gewinnung in den kommenden Jahren voraussichtlich immer knapper wird. Auch das Erdöl, das als Grundlage für Polyester verwendet wird ist hier betroffen. Bei der Produktion werden viele verschiedene Chemikalien eingesetzt, dazu gehören Farbstoffe, Färbebeschleuniger und Bleichmittel und zusätzliche Substanzen. Sie sorgen dafür, dass Kleider griffiger werden, weniger knittern, mehr glänzen oder das Leder nicht schimmelt. Länder wie China, Indien und Bangladesch sind davon besonders betroffen, die hauptsächlich für die Produktion unserer Textilien verantwortlich sind. Laut einer Untersuchung des Abwassers chinesischer Fabriken, wurden langlebige giftige Chemikalien gefunden. Doch die Gefährdung geht für die Bewohner nicht nur von giftigen Chemikalien in Abwässern aus, sondern von häufigen Fabrikbränden. Doch nicht nur in den Produktionsländern sorgt Fast-Fashion für Probleme, sondern auch hierzulande in Form von Müll. Ein durchschnittlicher Europäer soll im Jahr 20 Kilogramm Textilien verbrauchen, der Amerikaner sogar 35. 1990 umfasste der weltweite Fasermarkt ein Volumen von 38 Millionen Tonnen. Im Jahr 2000 waren es knapp 50 Millionen und 2012 sogar 75 Millionen Tonnen. Schätzungsweise wurden etwa die Hälfte dieser Fasern für Kleidung genutzt.


SLOW-FASHION

Darunter versteht man nachhaltige, bewusste Mode, die im Gegensatz zur schnelllebigen Massenware steht. Dazu zählt beispielsweise Kleidung, die aus Biostoffen oder recycelten Materialien gewonnen wird, gebrauchte Sachen, Produkte von kleineren Labels, die lokal produzieren oder einfach Stücke, die länger halten und nicht aus der Mode kommen. Das Prinzip: seltener und bewusster shoppen. Es ermutigt den Menschen sich der Qualität des Produktes zu widmen, das Produkt Wert zu schätzen und es im Zusammenhang mit der Umwelt zu sehen. Nachhaltige Designer verwenden natürliche und umweltfreundliche Materialien, um den Lebenszyklus eines Kleidungsstückes zu verlängern. Es werden ausschließlich zertifizierte Bio-Materialien verwendet, bei deren Herstellung, von der Faser-Produktion übers Färben bis hin zum Bleichen hauptsächlich natürliche und chemisch unbedenkliche Stoffe eingesetzt werden. Wichtig ist die Individualität, die Multifunktionalität und die Zeitlosigkeit der Kleidungsstücke.

Die Nachhaltigkeit in der Modebranche ist ein Makrotrend, der sich langsam in der Gesellschaft durchsetzt. Viele Konsumenten wünschen sich nachhaltige Produkte. Ein Problem ist noch der Preis der Öko-Mode, denn zu wenig Konsumenten sind derzeit noch bereit für ihr Umweltbewusstsein mehr Geld auszugeben. Eine günstigere Herstellung könnte gewährleistet werden, wenn mehr Konsumenten Öko-Produkte kaufen. Allerdings nimmt die Zahl der Menschen, die Nachhaltigkeit auch als Luxus betrachten und ebenfalls darauf stolz sind zeitlose, ökologische und fair hergestellte Mode zu kaufen und zeigen zu können zu.


BrainyClothes-Nife

Unsere Produkte entsprechen dem GOTS. Der Global Organic Textile Standard ist als weltweit führender Standard für die Verarbeitung von Textilien aus biologisch erzeugten Naturfasern anerkannt. Er definiert auf hohem Niveau umwelttechnische Anforderungen entlang der gesamten textilen Produktionskette und gleichzeitig die einzuhaltenden Sozialkriterien. Die Qualitätssicherung erfolgt durch eine unabhängige Zertifizierung der gesamten Textillieferkette.

 

Außerdem werden die Produkte von der FWF kontrolliert. Die Fair Wear Foundation ist eine Non-Profit-Organisation, die mit Marken, Fabriken, Gewerkschaften, NGOs und manchmal auch Regierungen zusammenarbeitet, um Arbeitsplatzbedingungen für Textilarbeiter in 11 Produktionsländern in Asien, Europa und Afrika zu überprüfen und zu verbessern. Durch den Austausch von Fachwissen, den sozialen Dialog und die Stärkung der Arbeitsbeziehungen erhöht die FWF die Wirksamkeit der Bemühungen von Unternehmen. Die mehr als 80 Mitgliedsunternehmen der FWF repräsentieren über 120 Marken und sind in Europa ansässig. Mitgliedsprodukte werden in über 20.000 Verkaufsstellen in mehr als 80 Ländern auf der ganzen Welt verkauft. 

 

Wir führen derzeit Produkte von Stanley&Stella und Earthpositive. Beide Hersteller sind unter anderem GOTS zertifiziert und werden von der FWF kontrolliert. Auch preislich befinden wir uns in einem akzeptablen Bereich, das können wir aber auch nur weil unsere Mode hauptsächlich über unseren Onlineshop erhältlich ist.

 

Wer sich nicht sicher ist ob ein Label nun wirklich nachhaltig und fair produziert wurde, kann dies auf diversen Plattformen nachlesen. Z.B. unter www.bewusstkaufen.at - dort findet man unter anderem auch uns!

 

#staybrainy

#benife

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