Bist du jetzt auch so ne Ökotante?

Viele Bekannte und Freunde fragen mich neuerdings „Bist du jetzt eigentlich auch so ne Ökotante?“. Ich muss lachen, find das ja recht witzig und nein! Bin ich nicht. Ich habe ein wenig recherchiert und irgendwie findet man zum Thema „Ökotante“ häufig negative Beschreibungen. Ich hab sie für euch einmal zusammengefasst.

Die Ökotante

Woran man sie erkennt

Der typische Look einer „Ökotante“ wird wie folgt beschrieben: weite Schlabberhosen, weite Blusen, selbstgestrickte Pullover und Sandalen. Im Normalfall sind sogenannte „Ökotanten“ ungeschminkt und verwenden ausschließlich Naturprodukte für ihre Körperpflege und ernährt sich vegan. Sie sind in Biomärkten und bei diversen Demonstrationen anzutreffen. Zuhause nascht sie nur aus ihrem eigenen Garten und auch medizinische Grundlagen braut sie sich selbst zusammen. Klingt doch irgendwie super, oder? Zum Begriff „Ökotante“  findet man im Internet viele herablassende Anmerkungen, unter anderem wegen der extremen Lebensweise, z.B. komplett ohne Strom, die manche durchziehen. Mittlerweile gibt es ja auch schon genug Alternativen die eine breitere Menge ansprechen, z.B.: die erneuerbare Energie zum Heizen. Die oben genannten Beschreibungen passen sicher nicht auf jede „Ökotante“, aber grundsätzlich sind das die Erkennungsmale. 


Warum ist man eine Ökotante?

Diese ökologische Lebenseinstellung wirkt sich, genauer betrachtet, nur positiv auf unsere Welt aus. Für die Herstellung sämtlicher Produkte und die Stromerzeugung werden Wasser, Boden und Rohstoffe genutzt. Gewisse Rohstoffe sind nicht erneuerbar, das heißt irgendwann werden sie erschöpft sein und dann? Die „Ökotante“ betreibt eigentlich ein schlaues „Vordenken“. Wenn man sich jetzt also dazu entschließt ein ökologisches Leben zu führen, auf Selbstversorger und nachhaltiger Basis, dann kann das ganz schön schwer werden. Es beginnt mit dem Einkauf im Supermarkt, genmanipulierte und pestizidverseuchte Waren. Man greift zu den Bioprodukten, besser gesagt man geht zum Biomarkt oder zu Bauernläden und kauft dort um den doppelten Preis ein, das macht aber nichts, man weiß ja warum man das macht. Auch bei der Kleidung achtet man darauf dass diese aus biologischem Anbau produziert wird, natürlich auch chemie- und schadstofffrei. Man überlegt zuhause auf erneuerbare Energielieferanten umzusteigen, wenn man Wald besitzt wird man wahrscheinlich mit Holz heizen. Man versucht so gut wie möglich sämtliche Lebensmittel selbst anzubauen bzw. herzustellen, da weiß man dann was drin bzw. drauf ist! Manche haben sogar ihren eigenen Bio-Bauernhof zuhause, wo sie ihre Kühe und Schafe halten, die ihnen Milch geben. Die Mehrheit verzichtet aber auf Fleisch und ernährt sich vegan. Nahrungsergänzungen gibt es mittlerweile in Hülle und Fülle. Man verzichtet auf ein eigenes Auto, wenn man nun bedenkt wie anstrengend und mühsam Wege mit dem Rad sein können, weiß man dass sich die „Ökotante“ ganz schön was antut. Natürlich haben wir mittlerweile „E-Autos“, aber diese lasse ich aufgrund ihrer umstrittenen Meinungen weg. Ok, ein weiterer Punkt, den ich sogar ziemlich cool finde, ist die eigenhändige Herstellung von Cremen und Heilmitteln. Der Garten der „Ökotante“ hat es nämlich in sich, man findet dort, angefangen von verschiedensten Kräutern bis hin zu sämtlichen Gemüse- und Obstsorten. Die Ökotante ist so gesehen eine fleißige Biene! 


Warum nicht?

Mir ist klar dass es auch die extreme „Ökotante“ gibt, aber wo gibt es keine Extreme? Die feministische Ökotante die nörgelt, dich zurechtweist, immer und überall demonstriert, ständig aufklären und die ganze Welt verbessern will oder immer Diskussionen eingeht, ist lästig, kein Thema, aber ein bisschen ökologisch denken schadet uns und unserer Welt nicht.

Bei mir ist es so, ich achte schon darauf dass ich Bio-Produkte kaufe und mich gesund ernähre. Mittlerweile lege ich auch bei Mode sehr viel Wert auf gute Qualität und faire Herstellung. Mich erschrecken die oftmals doppelt so hohen Preise nicht, ich weiß dann dass ich etwas oder jemanden unterstützt habe was mir wichtig ist und kann es ruhigen Gewissens essen bzw. tragen. Außerdem haben wir zuhause einen großen Garten, wo wir alles Mögliche anpflanzen. Das Gärtnern macht nicht nur Spaß sondern das Ergebnis ist lecker, gesund, biologisch und vor allem GRATIS. Wir sind keine Vegetarier, aber auch beim Kauf von Fleisch achten wir darauf wo es her kommt und kaufen vorzugsweise bei einem uns bekannten Bauernladen ein. Als Naschkatze weiß ich wie ungesund allgemein Süßigkeiten sind, auch hier achte ich immer häufiger darauf wo ich zugreife. Als erstes achte ich auf das BIO-Zeichen, dann schaue ich mir den Zuckergehalt an und achte auf die Infos zur Herkunft. In einem älteren Artikel habe ich bereits erzählt wie ich meine Mahlzeiten zusammenstelle, wenn du Interesse hast und mehr darüber erfahren willst klicke einfach hier.


#staybrainy

#beöko

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